Günstige Hardtails – die perfekten Bikes für Anfänger

Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Sie kosten wenig und sind robust. Das macht Hardtails zu den perfekten Mountainbikes für Anfänger.

Günstige MTB Hardtails

Mountainbike Anfänger sind häufig von den Preisen für Bikes geschockt. Klar, wenn man durchs Netz surft und immer wieder Bikes für 8000 € und mehr findet. Die Preise der Topmodelle wirken für MTB Einsteiger erst mal suspekt. Aber wir können dich beruhigen: Es gibt auch günstige Bikes mit denen man jede Menge Spaß im Gelände haben kann.

Wir haben den kompletten Mountainbike Markt bewertet und dabei einige wirklich gute MTB-Modelle gefunden, die teilweise deutlich unter 1500 € kosten. Eins haben diese Modelle alle gemein: Es sind allesamt Hardtails. Also Bikes ohne gefedertes Heck. Den Unterschied und die Vor- und Nachteile zu Fullys erklären wir dir in diesem anderen Artikel. Hier gehen wir davon aus, dass du auf keinem Fall mehr als 1500 € ausgeben willst.

Da können wir dir pauschal schon mal den ersten Einsteiger Tipp geben: In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts! Bei Fullys fängt der Spaß ab 1500 € an. Einen ausführlichen Test von günstigen Fullys findest du hier.

Youtube Video

Die verschiendenen Hardtail Arten

Einsteiger Hardtails - die Klassiker

  • 100 Millimeter Federweg
  • Alu Rahmen
  • Lockout am Lenker
  • Ein Gewicht von ca. 12 Kilo

Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt. Lange Anstiege oder Touren mit 50 Kilometer und mehr sind mit diesen Bikes kein Problem. Außerdem lassen sie sich auch super im Alltag zum Pendeln oder für den Weg zur Arbeit einsetzen. Liest sich alles super, aber es gibt natürlich auch Nachteile von klassischen 100 Millimeter Hardtails.

Auf technischen Trails, in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen sind diese Bikes raus. Wer mit ihnen bergab im Gelände Spaß haben will, braucht eine exzellente Fahrtechnik und ist selbst dann nicht vor Materialdefekten und Stürzen gefeit. Kurzum: Beim richtigen Einsatz sind klassische Racehardtails immer noch geniale Bikes. Für viele Menschen, und vor allem Einsteiger, ist jedoch ein Allround Hardtail (siehe unten) die bessere Wahl.

Alle Tests zu klassischen Einsteiger Hardtails

Allround Hardtails - der neue Trend

  • 120 Millimeter Federweg
  • Alu Rahmen
  • Teleskopstütze
  • griffige Reifen

Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Neben Canyon und Cannondale haben auch Marken wie Rockrider, Cube oder Whyte erkannt, dass der Einsatzbereich von klassischen Einsteiger Bikes zu spitz für die meisten Menschen ist. Mit etwas breiteren und deutlich griffigeren Reifen und mehr Federweg machen die neune Allrounder unter den Hardtails deutlich mehr Spaß im Gelände.

Wenn man dann noch mit der Teleskopstütze den Sattel versenkt, erhöht sich die Bewegungsfreiheit auf dem Bike extrem. Das lässt einem anspruchsvollere Trails locker meistern. Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro. Gute Fahrtechniker wagen mit diesen Bikes sogar kleinere Sprünge. Der Start bei einem Marathon bleibt auch mit einem Allround Hardtail möglich.

Alle Tests zu Allround Hardtails

Die modernen Allround Hardtails
Mit 120 Millimeter Federweg und einer Teleskopstütze eröffen die neuen Allround Hardtails völlig neue Möglichkeiten.
Trailhardtail
Ein Trailhardtail mit 130 Millimeter Federweg und mehr ist auch gerüstet für den groben Traileinsatz und steckt Sprünge locker weg.

Trailhardtail - radikale Abfahrer

  • 130 Millimeter Federweg oder mehr
  • Teleskopstütze
  • extrem griffige Reifen
  • radikale Geometrie mit flachen Lenkwinkel

Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo. Lange Touren machen damit nicht wirklich Spaß. Trotz der extremen Ausrichtung fällt es vielen Bikern schwer, das Potential eines Trailbikes auszuschöpfen. In vielen Fällen reicht die eigene Fahrtechnik nicht aus, um die Anbauteile an ihr Limit zu bringen. Ein Hardtail bleibt nun mal ein Hardtail. Auch massive Reifen und reichlich Federweg an der Gabel ändern nichts an der Tatsache, dass bei höherem Tempo im Gelände die Schläge am Hinterrad heftig einprasseln. Da kann es einem schon mal den Fuß von den Pedalen ziehen, das ganze Hinterrad versetzen oder den Reifen zerstören. Als Fazit zu den Trailhardtails lässt sich sagen: Sie sind super robust und maximal auf Fahrspaß bergab getrimmt. Vor allem für jugendliche Trail-Liebhaber mit geringem Budget sind sie eine gute Wahl. Für längere Touren empfiehlt sich in den meisten Fällen aber ein Allround Hardtail.

Alle Tests zu Trailhardardtails

So viel MTB Hardtail bekommt man für sein Budget

Mountainbike bis 600 €

Ganz ehrlich: Unter 600 € können wir nur die wenigsten Mountainbikes für den sportlichen Einsatz empfehlen. Bikes in dieser Preisklasse sind super zum Pendeln oder für den Alltag, kommen aber schon auf leichten Trails an ihre Grenzen. Die besten Mountainbikes bis 600 €:

Mountainbike bis 800 €

Wer unter 800 Euro für ein Hardtail ausgeben will, darf keinen Supersportler erwarten. Natürlich gibt es auch in dieser Preisklasse Bikes mit denen man erste Erfahrungen im Gelände sammeln kann. Der Großteil der Hardtails unter 800 € fühlt sich aber auf Straßen und Schotterwegen, sowie im täglichen Einsatz am wohlsten.

Wer ein gutes Bike sucht, um in erster Linie täglich zum Bäcker, in die Schule oder zur Arbeit zu fahren und nur gelegentlich Touren fahren will, wird in dieser Preisklasse fündig. Für den regelmäßigen, sportlichen Einsatz bei ausgedehnten Mountainbike Touren sind die Federgabeln meist zu wenig sensibel. Auch die Schaltungen mit meist drei Kettenblätter an der Kurbel und sieben bis zehn Ritzeln an der Kassette sind nicht mehr ganz up to date. Dafür haben die meisten Modelle in dieser Preisklasse Montagemöglichkeiten für einen Seitständer oder Schutzbleche. Ein Kinderanhänger lässt sich an nahezu allen Modellen montieren. Die besten Mountainbikes bis 800 €:

Carbon Hardtail ab 1500 €
Für 1500 € und mehr bekommt man sogar schon erste Carbon Hardtails. Das Rockrider Race 740 kostet 1799 € und ist mit Carbon Rahmen und guter Aussattung auch für Einsteiger einen Blick wert.
Luft Federgabel für günstige Hardtails.
Die Rock Shox Gabel des Rockrider Bikes lässt sich nicht nur vom Lenker aus blockieren, sondern auch mit einer Luftkammer an das individuelle Körpergewicht anpassen. Das ist entscheidend für den Fahrspaß im Gelände.

Mountainbike bis 1000 €

Auch wenn der Preissprung von 800 auf 1000 € relativ klein ausfällt, gibt es deutliche Unterschiede bei den Modellen. Unter 1000 € gibt es Bikes, die ganz offensichtlich schon auf den sportlichen Einsatz hin getrimmt wurden.

Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände. Vor allem für Kinder und Jugendliche, die mit dem Mountainbiken anfangen wollen, dürften diese Modelle interessant sein. Die besten Mountainbikes bis 1000 €:

Mountainbike bis 1500 €

In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Wer will, kann mit den besten Bikes für unter 1500 € jederzeit auch einen Marathon oder ein erstes Cross Country Rennen fahren.

Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen. Ausgedehnte Touren mit leichten Singletrails machen mit diesen Bikes richtig Spaß. Hier lässt sich bereits zwischen Bikes mit klassischen 100 Millimetern Federweg und Allroundern mit 120 Millimeter Federweg unterscheiden.

Die besten Mountainbikes bis 1500 €

FAZIT zum Thema DAS PERFEKTE EINSTEIGER HARDTAIL

„Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen. Klickt in unsere Marktübersicht und sucht euch das Bike raus, das am besten für euren Einsatzzweck passt. Mit unseren Filtern lässt sich der Markt spitzenmäßig sortieren. Die besten Bikes haben wir mit unseren bekannten Testsieger Logos gekürt.“

Über den Autor

Ludwig

... hat mehr als 100.000 Kilometer im Sattel von über 1000 unterschiedlichen Mountainbikes verbracht. Die Quintessenz aus vielen Stunden auf dem Trail: Mountainbikes sind geil, wenn sie zu den persönlichen Vorlieben passen! Mit dieser Erkenntnis hat er bike-test.com gegründet, um Bikern zu helfen, ein ganz persönliches Traumbike zu finden.

Empfohlen für dich

Hardtail oder Fully: Vor- und Nachteile beider Systeme

Du willst dir ein Mountainbike kaufen, hast aber keinen Plan, ob du ein Fully oder ein ...

Besser als gedacht: Einsteiger Fullys unter 2000 €

Wir haben 32 günstige Fullys unter 2000 € getestet. Die Erkenntnis: Diese günstigen, vo...

Darauf kommt es bei Trailbikes an

Sie sind extrem vielseitig und dementsprechend beliebt: Trailbikes. Aber Vorsicht, Bike...

Kauft man überhaupt noch ein MTB ohne Motor?

Mountainbikes mit Motor haben in den letzten Jahren nicht nur die Industrie, sondern au...